
Retro-Hardware ist kein Wegwerfprodukt – sie ist Technikgeschichte.
Doch Module, Konsolen, Arcade-Boards und CRT-Monitore sind mittlerweile 20, 30 oder sogar 40 Jahre alt. Unsachgemäße Reinigung oder falsche Lagerung kann irreversible Schäden verursachen.
Hier findest du einen praxisorientierten Leitfaden zur fachgerechten Wartung.
Bevor du ein Gerät öffnest oder reinigst:
⚠️ Besonders bei CRT-Geräten gilt: Hochspannungskomponenten können auch im ausgeschalteten Zustand gefährlich sein.
Typisches Problem: Spiel startet nicht oder zeigt Grafikfehler.
Vorgehen:
❌ Kein Schleifpapier
❌ Kein Radiergummi (zerstört Beschichtung langfristig)
Vergilbte Gehäuse können mit „Retrobright“-Verfahren aufgehellt werden – jedoch nur mit Erfahrung, da falsche Dosierung Kunststoff beschädigt.
Staub ist der größte Feind alter Elektronik.
Bei älteren Systemen (z.B. 90er/2000er Konsolen) kann alte Wärmeleitpaste austrocknen.
Arcade-Geräte sind mechanisch stärker belastet.
Wartungspunkte:
Steuerpulte sollten mit nicht-aggressiven Kunststoffreinigern behandelt werden.
CRT-Monitore sind heute besonders wertvoll – und empfindlich.
Wichtig:
Lagere CRTs:
Langfristige Erhaltung hängt primär vom Umfeld ab.
Ideale Bedingungen:
Cartridges & Platinen:
Originalverpackungen separat lagern, um Druckstellen zu vermeiden.
❌ WD-40 auf Elektronik
❌ Haushaltsreiniger auf Platinen
❌ Geräte dauerhaft am Strom lassen
❌ Module mit Gewalt einsetzen
❌ Feuchte Lagerung
Retro-Geräte verzeihen keine Nachlässigkeit.
Für Sammler oder Museen empfiehlt sich:
Im Museumsbetrieb ist eine Wartungsdokumentation essenziell – sowohl für Werterhalt als auch für Versicherungszwecke.
Retro-Gaming-Hardware ist ein Kulturgut.
Wer sie pflegt, konserviert nicht nur Technik – sondern Spielgeschichte.
Mit der richtigen Reinigung, fachgerechter Wartung und kontrollierter Lagerung können viele Geräte noch Jahrzehnte funktionieren.
Und genau das ist unser Anspruch im GamingMuseum:
Spiele nicht nur ausstellen – sondern spielbar erhalten.